KZ-Gedenkstätte Sandhofen

 

Die KZ-Gedenkstätte Sandhofen e.V erinnert an einen historischen Ort des NS-Terrors: ein Außenlager des Konzentrationslagers Natzweiler, das von September 1944 bis März 1945 in der Ortsmitte Mannheim-Sandhofens bestand. In der damaligen Friedrichschule (heute Gustav-Wiederkehr-Schule) waren 1.070 Häftlinge inhaftiert; nahezu alle waren polnische Jungen und Männer, die während der Niederschlagung des Warschauer Aufstands im August 1944 von den deutschen Besatzern festgenommen und in das KZ Dachau verschleppt worden waren. In Mannheim mussten sie Zwangsarbeit für Daimler-Benz leisten.

Im Untergeschoss der Gustav-Wiederkehr-Schule ist seit November 1990 eine Ausstellung zu sehen, die jeden 3. Sonntag im Monat sowie (von Gruppen und Schulklassen) nach Voranmeldung besichtigt werden kann. Die Gedenkstätte dokumentiert die Geschichte des KZ-Außenlagers als Teil des nationalsozialistischen KZ-Systems, informiert über den Warschauer Aufstand und gedenkt der Opfer des KZ Sandhofen.

Träger der Einrichtung ist der Verein KZ-Gedenkstätte Sandhofen e.V. in Kooperation mit dem MARCHIVUM sowie dem Stadtjugendring Mannheim e.V. Das MARCHVUM betreut die Gedenkstätte organisatorisch sowie wissenschaftlich.