Ausstellung

Die Ausstellung des NS-Dokumentationszentrums befindet sich in Planung und wird voraussichtlich im Spätjahr 2019 eröffnet.

Die Präsentation im 1. Obergeschoss des MARCHIVUM setzt mit einem Rückblick auf die Zeit der Weimarer Republik ein, um die politische Radikalisierung und den Aufstieg der Nationalsozialisten im Laufe der zwanziger und Anfang der dreißiger Jahre aufzuzeigen. Danach wird der Fokus auf das Jahr 1933 gerichtet. Die Auswirkungen der „Machtergreifung“ auf Mannheim und seine Bürgerinnen und Bürger werden aufgezeigt. Sodann rücken die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen während der Diktatur ins Blickfeld. Zentrale Themen werden die Judenverfolgung und Deportation, die anderen Opfergruppen sowie die Militarisierung der Gesellschaft und der Zweite Weltkrieg sein.

Die Ausstellung wird nicht mit dem Jahr 1945 enden. Auch die Nachkriegszeit und der Umgang mit dem schwierigen Erbe des Nationalsozialismus werden beleuchtet. Desgleichen soll der Blick auf rechtsradikale sowie andere antidemokratische Tendenzen in unserer Zeit gelenkt werden.

Das MARCHIVUM geht bei der Konzeption und Umsetzung der Ausstellung konsequent den Weg der Digitalisierung. Folglich werden historische Fotografien und andere Dokumente aus den Beständen des Hauses nicht im Original oder als Faksimile, sondern in digitalisierter Form präsentiert. Zugleich werden neueste Techniken eingesetzt, die den Besucherinnen und Besuchern einen interaktiven Zugang zu den einzelnen Themen ermöglichen sollen.

Durch die Ausstellung wird es regelmäßig Führungen geben. Vorgesehen sind außerdem spezielle schulpädagogische Angebote.