Für Freiheit und Republik!

Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold im Kampf für die Demokratie 1924-1933

Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund der republikanischen Kriegsteilnehmer e.V. wird nach den schweren politischen Unruhen des Jahres 1923 als parteiübergreifende Organisation zum Schutz der Weimarer Republik gegründet und engagiert sich für die Festigung der Republik und für die Achtung der Verfassung.

Laufzeit: 18. Juni bis 28. August 2020 | Di, Mi, Fr 10 – 16 Uhr, Do 10 – 18 Uhr, Mo geschlossen
Für Freiheit und Republik! Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold im Kampf für die Demokratie 1924-1933

Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund der republikanischen Kriegsteilnehmer e.V. wurde nach den schweren politischen Unruhen des Jahres 1923 als parteiübergreifende Organisation zum Schutz der Weimarer Republik gegründet. Sozialdemokraten, Mitglieder der liberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP) und des katholischen Zentrums engagierten sich hier für die Festigung der Republik und für die Achtung der Verfassung.

Dem Reichsbanner gehörten vor allem ehemalige Soldaten des Ersten Weltkriegs an. Anders als der rechtsextreme Wehrverband Stahlhelm oder der Rote Frontkämpferbund der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) traten seine Mitglieder für die noch junge deutsche Demokratie ein. Schon bald entwickelte sich das Reichsbanner zu einer Massenorganisation mit bis zu drei Millionen Mitgliedern.

Der Verband wollte die demokratische und republikanische Staatsgesinnung in der Bevölkerung festigen. Nach dem Wahlerfolg der Nationalsozialisten 1930 verstärkte das Reichsbanner seinen Einsatz gegen die nationalsozialistischen Übergriffe. Gewerkschaften, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), Reichsbanner und Arbeitersportorganisationen schlossen sich Ende 1931 zur Eisernen Front zusammen.

Doch mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 war die Niederlage der Republikaner besiegelt. Am 19. Februar 1933 kam es ein letztes Mal zu einer großen Freiheitskundgebung des Reichsbanners vor dem Berliner Schloss. Kurz darauf wurde der Verein verboten, seine Aktivisten verfolgt, inhaftiert und ins Exil getrieben.

Die von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand erarbeitete Wanderausstellung dokumentiert die Geschichte des Reichsbanners u.a. anhand anschaulichen Bildmaterials. Vorgestellt werden außerdem einzelne Mitglieder des Vereins und ihr Einsatz für die Republik.

Ausstellungskatalog:
Für Freiheit und Republik! Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold im Kampf für die Demokratie 1924-1933
Katalog zur Ausstellung, hrsg. von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin 2019, 144 Seiten; für 5 € im MARCHIVUM-Shop erhältlich.

Weitere Informationen zum Reichsbanner und zur Ausstellung:
https://www.reichsbanner-geschichte.de/reichsbanner-geschichte/
https://reichsbanner.de/reichsbanner-heute/ausstellungen/wanderausstell…

  • MARCHIVUM, Erdgeschoss
  • Zugang barrierefrei

Eintritt frei

Begleitveranstaltungen

MI, 17.6., 18 Uhr

Die Vernissage mit Einführungsvortrag und musikalischer Umrahmung findet ausschließlich digital statt. Den Zugangslink gibt es auf der Homepage des MARCHIVUM (Startseite).
Vernissage | Nach den politischen Unruhen 1923 gegründet, trat das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund der republikanischen Kriegsteilnehmer e.V. für den Schutz der Weimarer Republik ein. Die von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand erarbeitete Wanderausstellung dokumentiert den Einsatz der überparteilichen Massenorganisation für die demokratische Ordnung bis zum Verbot nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933.
MI, 8.7., 18 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

Eine Voranmeldung ist erforderlich.
Vortrag | Das 1924 gegründete „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund der republikanischen Kriegsteilnehmer“ gehörte zu den größten Massenorganisationen der Weimarer Republik. Der überparteiliche Verein war gleichermaßen Schutzgruppe der Republik und Veteranenverband. Die Mitglieder traten für die junge Demokratie und die Verfassung ein. Der Vortrag untersucht die Aktivitäten und die Organisation des Reichsbanners im Südwesten. Ein Schwerpunkt bildet dabei der Ortsverein Mannheim.

Mit Dr. Marcel Böhles (Deutsches Historisches Museum Berlin)