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Archivschätze

Farbiges Bild aus dem Prachtband
Ein nobles Geschenk - Prachtband zur Pfalzgauausstellung 1880

Unser heute vorgestellter Archivschatz ist in doppelter Hinsicht ein nobles Geschenk: Seine Entstehung verdankt er dem Central-Comitée der Ausstellung, die ihrem rührigen Vorsitzenden Ferdinand Scipio 1881 für seinen großen Einsatz im Vorjahr danken wollten.

Dass sich dieser Prachtband seit 2012 in unserem Besitz befindet, verdanken wir unserem ebenso rührigen Förderverein, dem Freundeskreis MARCHIVUM, der die nötigen Mittel zum Ankauf zur Verfügung gestellt hat.

Foto des Prachtbandes von außen

Heute kaum mehr vorstellbar ist der Aufwand, der mit diesem Fotoalbum getrieben wurde. Professor Götz aus Karlsruhe wurde damit beauftragt, dieses Album künstlerisch zu gestalten – von ihm stammt auch die vorangestellte Widmung mit umrahmender Zeichnung. Dann folgen die Unterschriften und Fotos der Spender. Da dem Beschenkten alle Spender persönlich bekannt waren, wurde darauf verzichtet, die Bilder mit Namen zu versehen. Das ist bedauerlich, weil wir heute nur noch die Herren erkennen, von denen wir noch andere Bilder im Bestand haben; und das sind leider die wenigsten von ihnen.

Eingang zur Ausstellung, mit Sternwarte und Kuppel der Jesuitenkirche im Hintergrund

Leichter zuzuordnen sind die Bilder der landwirtschaftlich-gewerblichen Ausstellung selbst, die auf dem Gelände des späteren Friedrichsparks stattgefunden hat und damals ein großer Erfolg war. Über 11.000 Dauerkarten wurden damals verkauft und insgesamt 230.000 Mark eingenommen. Neben den Pavillons der ausstellenden Firmen gab es ein Gartenrestaurant und eine Blumenausstellung.

Erfinder Werner Siemens und Elektrotechniker Johann Georg Halske nehmen den ersten elektrisch betriebenen Aufzug der Welt in Betrieb, der zur Aussichtsplattform der Ausstellung fährt.

Doch die wirkliche Sensation war noch etwas Anderes, was in diesem Album natürlich auch gezeigt wird: Die Vorführung des ersten elektrischen Fahrstuhls, den Werner von Siemens entwickelt hatte und selbst in Mannheim präsentierte. Für 20 Pfennig konnten mutige Besucher und Besucherinnen das Wagnis der Auf- und Abfahrt unternehmen. Wie viele das gewagt haben, ist leider nicht überliefert.

 

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