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Stadtgeschichte

Sternwarte, 1782 (Detailansicht)
Rundgang durch die Mannheimer Stadt(-geschichten): die Sternwarte

Wo man die Sterne betrachtet... Mit der 1772 erbauten Sternwarte unweit der Jesuitenkirche katapuliert sich Mannheim in die Spitze der astronomischen Forschung und zieht mit anderen Instituten wie in Greenwich und Paris gleich.

Angeregt durch eine Denkschrift des Jesuitenpaters und Hofastronomen Christian Mayer bewilligt Kurfürst Karl Theodor (1724- 1799) im Jahr 1772 den Neubau einer Sternwarte. Sie soll das bis dahin benutzte Provisorium im Schwetzinger Schloss ersetzen. 70 000 Gulden verschlingen der Bau und die Anschaffung hochwertiger Instrumente aus London und Paris. Auf der obersten Plattform steht ein „aufgemauertes Observatorium“ mit einer rundum beweglichen Kuppel aus Kupfer. Aufgrund der guten Ausstattung und durch die bahnbrechenden Arbeiten des Hofastronomen Mayer auf unterschiedlichen Gebieten wird die Mannheimer Sternwarte den berühmten Einrichtungen in Greenwich und Paris ebenbürtig. Bald zählt sie zu den wichtigsten Attraktionen der Stadt, die in keinem Reiseführer fehlen darf. Nicht nur Einheimische, sondern auch viele auswärtige Besucher, darunter Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) und der spätere Präsident der USA Thomas Jefferson (1743-1826), verewigen sich im erhalten gebliebenen Benutzerbuch.

Sternwarte mit STADTPUNKTE-Stele, Foto: Roland Behrmann

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