1660

Kurfürst Karl Ludwig erlässt eine Judenkonzession, die den Mannheimer Juden im reichsweiten Vergleich außergewöhnliche Freiheiten gewährt: sie werden den Stadtbürgern gleichgestellt, werden - wie diese - bis 1672 von Schutzgeldzahlungen befreit und ihnen wird, was sehr ungewöhnlich ist in dieser Zeit, die freie Ausübung eines Handwerks zugestanden. Diese Konzession ist die Grundlage für alle weiteren Judenordnungen bis zum Ende des Alten Reiches.