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Anton Kurz

geboren am
Verfolgung

Kommunistischer Widerstandskämpfer (Lechleiter-Gruppe)

1942 hingerichtet

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Der Dreher Anton Georg Kurz wurde am 25. Februar 1906 als zehntes von vierzehn Kindern des Ehepaars Georg und Luise Kurz in Mannheim-Neckarau geboren. 1928 heiratete er hier die Arbeiterin Hilda Susanna Kah, die im März 1931, vier Wochen nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes, im Alter von nur 22 Jahren starb. 1932 schloss er die Ehe mit Emma Rosa Rude; das Paar bekam zwei Kinder.

Anton Kurz war Kommunist. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten und dem KPD-Verbot war er ab Frühjahr 1933 in der illegalen KPD-Gruppe Neckarau aktiv, in der er als Kurier und Verteiler verbotener Schriften fungierte. Ab Sommer 1934 übernahm er vermutlich zudem Kassierertätigkeiten. Ende Mai 1936 wurde Anton Kurz vom Oberlandesgericht Karlsruhe wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu einer Zuchthausstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Nach der Haftentlassung 1939 wurde er erneut im Untergrund aktiv und schloss sich später der Widerstandsgruppe um Georg Lechleiter an, die die antifaschistische Zeitung „Der Verbote“ produzierte und in Mannheimer Betrieben in Umlauf brachte – u.a. im Werk der Heinrich Lanz AG, wo Kurz arbeitete.

Im Februar 1942 wurde die Gruppe enttarnt und Anton Kurz verhaftet. Am 15. Mai wurde er vom 2. Senat des Berliner Volksgerichtshofs in Mannheim zum Tode verurteilt. Zusammen mit 13 weiteren Mitgliedern der Lechleiter-Gruppe wurde Anton Kurz am 15. September 1942 im Stuttgarter Justizgebäude hingerichtet.

 

Die Patenschaft für den 2009 verlegten Stolperstein hat der Betriebsrat von John Deere übernommen.

 

Text: Marco Brenneisen (MARCHIVUM), Oktober 2020
Adresse

John Deere, Werksgelände (Lindenhof)
68163 Mannheim
Deutschland

Geolocation
49.472953921186, 8.4760802539673
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