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Dr. Edmund Stern

geboren am
Verfolgung

Jüdischer Arzt

1942 im Ghetto Theresienstadt
gestorben

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Dr. Edmund Stern wurde 1862 in Ingenheim geboren. Ab 1886 lebte er in Mannheim, wo er eine Praxis für „Hautkrankheiten, Geschlechts- und äußere Leiden“ betrieb – zunächst in P 1, 11, später in E 1, 19. Ab 1913 lebte und wirkte er in E 2, 18. 1919 erwarb er die Immobilie.

Dr. Stern blieb unverheiratet und kinderlos.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten war der jüdische Arzt ab 1933 zunehmenden Einschränkungen und Repressalien ausgesetzt. Immer mehr „arische“ Patient*innen schlossen sich dem antijüdischen Boykott an; 1938 wurde Dr. Stern die Zulassung entzogen, sodass er seine Praxis, die er im Alter von 76 Jahren noch immer geführt hatte, aufgeben musste. Ende 1939 oder Anfang des Jahres 1940 wurde er zur Behandlung in eine nicht näher bekannte Heil- und Pflegeanstalt eingewiesen. Am 22. August 1942 wurde Dr. Edmund Stern nach Theresienstadt deportiert, wo er kurze Zeit später, am 7. September 1942, im Alter von 80 Jahren starb.

 

Der Stolperstein wurde im Jahr 2013 verlegt.

 

Text: Marco Brenneisen (MARCHIVUM), Oktober 2020
Adresse

E 2, 18 (Innenstadt)
68159 Mannheim
Deutschland

Geolocation
49.488957018586, 8.4652798999999