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Dr. Julius Moses

geboren am
Verfolgung

Jüdischer Arzt

Emigration 1934

Kachelbild
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Text

Dr. Moses ließ sich 1897 als Kinderarzt in Mannheim nieder. Er arbeitete gemeinsam mit Stadtschulrat Anton Sickinger das Mannheimer Schulsystem aus. Moses war Dozent am Fröbelseminar und an der Mannheimer Handelshochschule und übernahm die Leitung der städtischen "Beratungsstelle für Schwererziehbare und Psychopathen". Er war Vorsitzender der 1900 gegründeten Mannheimer Zionistischen Ortsgruppe und Mitglied der jüdischen Gemeindevertretung. 1923 wurde er Vorsitzender der jüdischen Gemeinde.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurden ihm die Kassenzulassung sowie sein Lehrauftrag an der Hochschule entzogen. Am 28. März 1934 emigrierte er mit seiner Frau Rosa und den beiden Töchtern nach Eretz Israel, wo er wieder als Arzt tätig war. Er initiierte dort außerdem die erste Fürsorgestelle für Einwanderer und war als deren Vorsitzender gutachterlich im Rahmen der Wohlfahrts- und Erziehungshilfe tätig.

Dr. Julius Moses starb am 12.07.1945 in Tel Aviv.

Weiterführende Informationen finden Sie hier

 

Der Stolperstein zum Gedenken an Dr. Julius Moses wurde 2008 verlegt. Die Sozialpflegeschulen Heimerer (Döbeln) haben die Partnerschaft übernommen.

 

Text: Hans-Joachim Hirsch / Marco Brenneisen
Adresse

Helene-Lange-Schule/Fröbelseminar (Lindenhof)
68161 Mannheim
Deutschland

Geolocation
49.478663785675, 8.4656225995586