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Ernestine Marx

geborene
Hess
geboren am
Verfolgung

1940 nach Gurs deportiert

Am 01.02.1944 im Hospice de Mâcon gestorben

Kachelbild
Text

Ernestine Marx wurde am 15. Oktober 1869 als Ernestine Heß in Malsch geboren, wo sie 1905 den aus Schriesheim stammenden Metzger Herz (Heinrich) Marx (geb. 1877) heiratete. Das jüdische Ehepaar zog kurz darauf nach Mannheim, wo wenige Monate später Tochter Jenny (verheiratete Mayer, geb. 06.01.1906, 1942 ermordet in Auschwitz) zur Welt kam. Im Januar 1916 – Ernestine Marx war bereits 46 Jahre alt – kam der Sohn Max Siegfried zur Welt, der 1934 nach Palästina auswanderte.

Herz Marx betrieb ab 1909 eine Metzgerei in der Eichelsheimer Straße 34, wo die Familie auch lebte. Ab 1932 wurde die Metzgerei verpachtet, da Herz Marx kurz vor dem Konkurs stand. Mitte/Ende des Jahres 1933 verkaufte das Ehepaar das Haus und zog im folgenden Jahr in die Mannheimer Innenstadt nach G 7, 28.

Herz Marx starb am 22. Januar 1940 in Mannheim. Ernestine, die zu dieser Zeit im Israelitischen Altersheim lebte, wurde neun Monate später, am 22. Oktober 1940, nach Gurs deportiert. Anfang Oktober 1943 wurde sie aus dem Lager Gurs in ein Hospiz in Mâcon gebracht, wo sie am 1. Februar 1944 starb.

 

Der Stolperstein zum Gedenken an Ernestine Marx wurde 2015 verlegt.

 

Text: Marco Brenneisen (MARCHIVUM), Oktober 2020
Adresse

Bassermannstr. 49 (Oststadt)
68165 Mannheim
Deutschland

Geolocation
49.488016762396, 8.4854901969589