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Hans Heck

geboren am
Verfolgung

Sozialistischer Widerstandskämpfer
(Lechleiter-Gruppe)

1942 im Landesgefängnis Mannheim gestorben

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Text

Der Schlosser Johannes Paul (genannt Hans) Heck wurde am 24. März 1906 in Mannheim geboren, wo er Zeit seines Lebens wohnen blieb. Aufgrund seiner früheren Betätigung in der sozialistischen Jugendbewegung wurde er 1933 von den Nationalsozialisten verhaftet und für einige Wochen im KZ Kislau inhaftiert. 1934 heiratete er die Strohhut Maria Magdalena Fend; 1938 kam die gemeinsame Tochter zur Welt. Am 3. März 1942 wurde Hans Heck an seinem Arbeitsplatz bei der Heinrich Lanz AG verhaftet, nachdem mehrere Exemplare der illegalen antifaschistischen Zeitung „Der Vorbote“ bei ihm gefunden worden waren. Heck wurde vorgeworfen, dem Widerstandsnetz um Georg Lechleiter anzugehören. Ihn erwartete ein Verfahren wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“. Am 14. Juli 1942 starb Hans Heck im Mannheimer Landesgefängnis, angeblich durch Suizid. Möglicherweise wurde er in Wirklichkeit von der Gestapo während des Verhörs zu Tode gefoltert.

 

Der Stolperstein für Hans Heck wurde 2009 vor seiner Arbeitsstätte, der damaligen Heinrich Lanz AG verlegt. Die Patenschaft hat der Betriebsrat von John Deere übernommen.

 

Text: Marco Brenneisen (MARCHIVUM), Oktober 2020

Adresse

John Deere, Werksgelände (Lindenhof)
68163 Mannheim
Deutschland

Geolocation
49.472936492003, 8.4763431104507
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