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Hans Jakob Eckermann

geboren am
Verfolgung

Als "Asozialer" stigmatisiert und
verfolgt

1940 im KZ Dachau gestorben

Kachelbild
Text

Hans Jakob Eckermann wurde am 15. Oktober 1912 als viertes Kind des Steindruckers Albert Eckermann und dessen Frau Katharina geborene Braun in Vevey (Schweiz) geboren. Ab 1922/23 lebte die sechsköpfige katholische Familie in Mannheim-Neckarau.

Hans Eckermann absolvierte nach dem Volksschulabschluss eine Schlosserlehre. Ob und wo er seinem Beruf nachging, ist nicht bekannt.

1934 lebte Eckermann einige Wochen in Sandhofen (Deutsche Gasse 26), anschließend für jeweils mehrere Wochen oder Monate zur Untermiete in verschiedenen Wohnungen in Neckarau sowie bei seinen Eltern. Ab Juli 1937 war er nur noch bei den Eltern in der Schulstraße 84 gemeldet.

Aus unbekannten Gründen wurde Hans Eckermann am 11. April 1940 verhaftet und über das Polizeigefängnis Nürnberg in das Konzentrationslager Dachau verbracht, wo er die Häftlingsnummer 3737 erhielt und als „AZR“-Häftling verzeichnet wurde. Die Kategorie AZR bedeutete „Arbeitszwang Reich“ und umfasste reichsdeutsche Gefangene, die bspw. wegen Bettelei, Langzeitarbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Alkoholismus oder Zuhälterei als sogenannte „Asoziale“ oder „Arbeitsscheue“ inhaftiert wurden.

Hans Jakob Eckermann starb am 11. August 1940 im Alter von 27 Jahren im KZ Dachau.

 

Die Patenschaft für den 2014 verlegten Stolperstein hat das Bach-Gymnasium übernommen.

 

Text: Marco Brenneisen (MARCHIVUM), Oktober 2020
Adresse

Schulstr. 84 (Neckarau)
68199 Mannheim
Deutschland

Geolocation
49.459279097717, 8.4907251607132