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Johanna Eis

geborene
Wallenstein
geboren am
Verfolgung

Als Jüdin 1940 nach Gurs deportiert

1942 Emigration in die USA

Kachelbild
Text

Johanne Eis wurde am 16. September 1875 in Wohnbach (Hessen) als Johanna Wallenstein geboren. 1924 heiratete sie in Obbornhofen den in Mannheim wohnhaften Glasermeister Salomon Eis, mit dem sie künftig in der Mannheimer Innenstadt lebte. 1904 kam der Sohn Artur zur Welt, drei Jahre später Tochter Erna. Ab 1907 betrieb Johanna Eis eine Privatpension in Mannheim.

Sohn Artur emigrierte bereits 1929 nach Argentinien, Tochter Erna zog 1930 nach Ludwigshafen, heiratete und emigrierte später in die USA. Nach dem Tod des Ehemanns im Juni 1935 lebte Johanna Eis somit alleine, zuletzt in D 1, 9. Zum 1. Juli 1940 meldete sie sich nach Karlsruhe ab.

Von dort wurde sie am 22. Oktober nach Gurs deportiert, konnte aber im Juli 1941 die Entlassung und Überstellung in das „Auswandererlager für Frauen“ im Hotel Bompard in Marseille erwirken. Dank der Hilfe der Tochter und des Schwiegersohns konnte sie am 5. März 1942 in die USA auswandern. Johanna Eis starb am 4. Juni 1946 in New York.

 

Der Stolperstein wurde im Jahr 2011 verlegt. Die Eigentümer des Hauses N 2, 8 haben die Patenschaft übernommen.

 

Text: Marco Brenneisen (MARCHIVUM), Oktober 2020
Adresse

N 2, 8 (Innenstadt)
68161 Mannheim
Deutschland

Geolocation
49.486397175462, 8.4667652025299