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Josef Rutz

geboren am
Verfolgung

Kommunistischer Widerstandskämpfer

1944 im KZ Sachsenhausen ermordet

Kachelbild
Text

Josef Peter Rutz wurde am 2. August 1898 als erstes von sieben Kindern der (zu dieser Zeit noch ledigen) Fabrikarbeiterin Barbara Weber und des Taglöhners Peter Philipp Rutz in Mannheim geboren. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete er zunächst als Taglöhner, später als Hilfsschlosser in Mannheimer Betrieben.

Ab 1920 war er verheiratet mit Franziska geb. Heinlein (1897-1970); das Ehepaar hatte zwei Töchter.

Josef Rutz war überzeugter Kommunist und Antifaschist. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten fungierte er als Stadtkurier der (verbotenen) KPD und spielte damit eine bedeutende Rolle für die illegale Verbreitung von Flugschriften in Mannheim. Bereits 1933 wurde Rutz erstmals verhaftet und kurzzeitig inhaftiert. Im Oktober 1935 wurde er erneut festgenommen und am 18. Juni 1936 vom Oberlandesgericht Karlsruhe wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu 4 Jahren und 6 Monaten Zuchthaus verurteilt, die er in Ludwigsburg sowie im Strafgefangenenlager Aschendorfermoor verbüßte. Nach Ablauf der Haftstrafe wurde er direkt in das Konzentrationslager Sachsenhausen überführt, wo er die Häftlingsnummer 26059 erhielt.

Am 11. Oktober 1944 wurde Josef Rutz wegen angeblicher „versuchter Meuterei und Aufwiegelung“ von der Lager-SS des KZ Sachsenhausen erschossen.

 

Der Stolperstein zum Gedenken an Josef Rutz wurde 2007 auf Initiative der VVN-BdA Mannheim verlegt.

 

Text: Marco Brenneisen (MARCHIVUM), Oktober 2020
Adresse

Schwetzinger Str. 108 (Schwetzingerstadt)
68165 Mannheim
Deutschland

Geolocation
49.477167618578, 8.4790761