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Leo Lewisohn

geboren am
Verfolgung

Jüdischer Kaufmann

1940 nach Gurs deportiert
1942 in Auschwitz ermordet

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Text

Der Kaufmann Leo Lewisohn wurde 1880 in Gerolzhofen (Unterfranken) geboren. Seine Eltern waren Emanuel Lewisohn und Regina geb. Feuchtwanger.
Ab 1901 lebte er in Mannheim, wo er 1911 Mathilde Kahn heiratete. 1912 und 1915 kamen die beiden Söhne Rolf und Fritz zur Welt. Viele Jahre lebte die jüdische Familie in der Oststadt. Nachdem sich das Ehepaar im Mai 1937 scheiden ließ, blieb Mathilde Kahn in der Rosengarten-, sowie anschließend in der Lameystraße wohnen, bevor sie 1938 in die USA auswanderte, wohin die Söhne bereits 1936 verfolgungsbedingt geflohen waren. Leo Lewisohn lebte nach der Scheidung in der Innenstadt. Nach dem Novemberpogrom 1938 wurde er verhaftet und drei Monate im KZ Dachau inhaftiert, kehrte danach aber wieder nach Mannheim zurück. Ab März 1939 war er gezwungen, zunächst in ein sogenanntes Judenhaus in der Großen Merzelstraße zu ziehen, anschließend nach A3, 6.
Am 22. Oktober 1940 wurde Leo Lewisohn nach Gurs deportiert und 1942 in Auschwitz ermordet.

 

Der Stolperstein für Leo Lewisohn wurde von Angehörigen initiiert und am 6. Oktober 2021 zusammen mit dem Stolperstein für den Schwiegervater Julius Josef Kahn verlegt. Die Familie hat die Patenschaft für beide Steine übernommen.

 

Text: Marco Brenneisen (MARCHIVUM), Oktober 2021.
Foto Leo Lewisohn: Privat. Foto Stolperstein: Helmut G. Roos.

 

Adresse

A 3, 6
68159 Mannheim
Deutschland

Geolocation
49.485904318584, 8.4613592