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Lilli Kaufmann

geboren am
Verfolgung

Als Jüdin verfolgt

1942 in Theresienstadt gestorben

Kachelbild
Text

Karoline Lilli Kaufmann wurde am 3. April 1884 als erstes von zwei Kindern des Ehepaars Emanuel Kaufmann und Mathilde geb. Kürschner in den Mannheimer Quadraten geboren. Ihr Bruder Heinrich kam drei Jahre später zur Welt. Ab 1914 lebte die jüdische Familie in N 7, 1, wo die Geschwister auch nach dem Tod der Eltern (1933 und 1938) wohnen blieben. Anfang Juli 1940 zogen Lilli und Heinrich Kaufmann, die beide unverheiratet blieben, gemeinsam nach F 2, 10. Heinrich wurde am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert; er starb im April 1941 im südfranzösischen Lannemezan. Lilli entging aus unbekannten Gründen der Deportation nach Gurs. Möglicherweise versuchte sie sich am Tag des Abtransports das Leben zu nehmen, denn ab dem 23. Oktober soll sie sich laut dem städtischen Melderegister im Israelitischen Krankenhaus in der Collinistraße 53 befunden haben.

Am 21. August 1942 wurde Lilli Kaufmann nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 3. September im Alter von 58 Jahren starb.

 

Die Patenschaft für die 2007 verlegten Stolpersteine zur Erinnerung an Lilli und Heinrich Kaufmann hat die DGB-Jugend übernommen.

 

Text: Marco Brenneisen (MARCHIVUM), Oktober 2020
Adresse

F 2, 10 (Innenstadt)
68161 Mannheim
Deutschland

Geolocation
49.489560357197, 8.4655751905806