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Nanette Feitler

geborene
Susmann
Verfolgung

Als Jüdin verfolgt

Suizid 1940

Kachelbild
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Text

Nanette Susmann wurde am 29. Juli 1867 als zweites Kind des jüdischen Kaufmanns Simon Susmann und dessen Ehefrau Fanny geb. Dinkelspiel in Mannheim geboren. Im Juni 1889 heiratete sie hier den Kaufmann Moses genannt Moritz Feitler (geb. 1855 in Seeheim). Zwischen 1890 und 1896 kamen die Töchter Marie, Ellen und Gerty in Mannheim zur Welt.

Moritz Feitler betrieb zusammen mit seinem Bruder Louis in Braila (Rumänien) ein florierendes Getreideexportgeschäft, seit der seit 1881 regierende rumänische König Carol I. (aus der Dynastie Hohenzollern-Sigmaringen) den Ausbau deutsch-rumänischer Wirtschaftsbeziehungen forcierte. Pendelte Moritz Feitler in den ersten Jahren noch zwischen Mannheim und Braila, siedelte er in den 1890er Jahren mit seiner Frau Nanette und den Töchtern nach Rumänien über. 1907 kehrte die Familie nach Mannheim zurück, wo Moritz Feitler 1913 starb. Nach dem Auszug der Töchter lebte Nanette Feitler (mit kurzen Unterbrechungen, in denen sie in Reutlingen und Stuttgart wohnte) alleine zunächst in E 7, 24, nach 1933 in der Hildastraße, zuletzt in der Hebelstraße 21.

Am 22. Oktober 1940 nahm sie sich im Alter von 73 Jahren das Leben, um der Deportation nach Gurs zu entgehen.

 

Der Stolperstein wurde zum Gedenken an Nanette Feitler wurde im Jahr 2012 verlegt.

 

Text: Marco Brenneisen (MARCHIVUM), Oktober 2020
Adresse

Hebelstr. 21 (Oststadt/Innenstadt)
68161 Mannheim
Deutschland

Geolocation
49.488923518586, 8.4790855