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Sigmund Lewin

geboren am
Verfolgung

Jüdischstämmiger Fotograf

1945 nach Theresienstadt deportiert

Überlebt

Kachelbild
Text

Der Fotograf Sigmund Lewin wurde 1882 im ostpreußischen Briesen als Kind des jüdischen Ehepaars Louis Lewin und Julie Lewin geborene Mayer geboren. Im September 1912 heiratete er in Heppenheim die Protestantin Johanna Barbara Brunner und konvertierte zum Christentum. Der selben Monat geborene Sohn Kurt wurde ebenfalls evangelisch getauft. Die junge Familie zog kurz darauf nach Seckenheim, Schloßstraße 23 (heute Offenburger Straße).

Am 10. November 1938 wurde Sigmund Lewin verhaftet und für mehrere Wochen im KZ Dachau inhaftiert. Nach der Freilassung kehrte er nach Seckenheim zurück.

Sohn Kurt wurde zum Kriegsdienst eingezogen und fiel im August 1944 bei Bordeaux. Er hinterließ eine Frau und drei Kinder.

Anfang 1945 wurde Sigmund Lewin nach Theresienstadt deportiert. Er überlebte das Ghetto und kehrte erneut nach Seckenheim zurück, wo er weiterhin als Fotograf tätig war. Er starb am 15. August 1959 in Seckenheim.

 

Der Stolperstein zum Gedenken an Sigmund Lewin wurde 2019 auf Initiative des Fördervereins historisches Seckenheim e.V. verlegt.

 

Text: Marco Brenneisen (MARCHIVUM), Oktober 2020
Adresse

Offenburger Straße 23
68239 Mannheim
Deutschland

Geolocation
49.46368001857, 8.5641001