Kalender

Laufzeit: 18. Juni bis 28. August 2020 | Di, Mi, Fr 10 – 16 Uhr, Do 10 – 18 Uhr, Mo geschlossen
Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund der republikanischen Kriegsteilnehmer e.V. wird nach den schweren politischen Unruhen des Jahres 1923 als parteiübergreifende Organisation zum Schutz der Weimarer Republik gegründet und engagiert sich für die Festigung der Republik und für die Achtung der Verfassung.
MI, 5.8., 18 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

Eine Voranmeldung ist erforderlich.
Vortrag | Verstaubt oder innovativ? 150 Jahre nach der Geburt und mehr als 50 Jahre nach dem Tod - das klingt nach einer (verdienten) Ehrung ohne aktuellen Bezug. Wie aber sieht es aus, wenn wir Leben und Werk eines Historikers und Archivars, dessen Wirken vor rund 100 Jahren seinen Höhepunkt fand, mit unseren heutigen Fragen und Herausforderungen konfrontieren? Wirklich nur verstaubt...?

Mit Dr. Christoph Popp
MI, 12.8., 18 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

Eine Voranmeldung ist erforderlich.
Vortrag | Wenige Monate nach der Verurteilung seines Sohnes als Kriegsverbrecher und Verbrecher gegen die Menschlichkeit starb Albert Speer senior im März 1947. Er hatte über viele Jahre in Mannheim als Architekt gewirkt und sich vor allem durch Geschäftshäuser und Fabrikbauten einen Namen gemacht. Der Vortrag richtet den Blick auf seine Biografie und das bedeutende architektonische Werk. Sein Sohn wählte ebenfalls den Beruf des Architekten, schlug aber einen ganz anderen Weg ein. Gibt es dennoch Gemeinsamkeiten?

Mit Stadtbauschreiber Dr. Andreas Schenk | In Kooperation mit dem Mannheimer Architektur- und Bauarchiv e.V.
MI, 26.8., 18 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

Eine Voranmeldung ist erforderlich.
Filmabend | Das MARCHIVUM öffnet seine Filmschätze und zeigt Filmperlen aus seinen Beständen. Ein kurzweiliger Abend ist garantiert.

Mit Désirée Spuhler
MI, 2.9., 18 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

Eine Voranmeldung ist erforderlich.
Vortrag | Der Vortrag beleuchtet die Situation derjenigen, die 1945 von den Alliierten aus Zwangsarbeit und Konzentrationslagern, von Todesmärschen und aus Verstecken befreit worden waren. Er erinnert daran, dass für viele Verfolgte mit der Befreiung vor nunmehr 75 Jahren nicht einfach alles "wieder gut" war. Neben einer allgemeinen Einführung in das Thema soll zudem an konkreten Schicksalen gezeigt werden, vor welchen Herausforderungen sie - und mit ihnen die Alliierten - auch angesichts der Folgen der Verfolgung standen.

Mit René Bienert (Wiener Wiesenthal-Institut für Holocaust-Studien) | In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB)
MI, 9.9., 18 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

Eine Voranmeldung ist erforderlich.
Buchvorstellung | Zwischen 1942 und 1945 existierten im deutschen Südwesten etwa 40 Außenlager des Konzentrationslagers Natzweiler. Nach Kriegsende geriet die Geschichte dieser Lager oft für Jahrzehnte in „Vergessenheit“, ehe sich in den 1980er Jahren lokale Gruppen und Initiativen für eine umfassende Aufarbeitung und dauerhafte Erinnerung an die Opfer einsetzten. Der Vortrag beleuchtet die Phasen und Zäsuren des gesellschaftlichen, administrativen wie auch politischen Umgangs mit den KZ-Außenlagern und zeichnet die Entwicklungen in den südwestdeutschen Orten seit 1945 nach, die spezifische lokale Erinnerungskulturen hervorbrachten.

Mit Dr. Marco Brenneisen | In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) und dem Verbund der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler (VGKN)
SO, 13.9., 14-17 Uhr | KZ-Gedenkstätte Sandhofen, Gustav-Wiederkehr-Schule (UG), Kriegerstr. 28

Eine Voranmeldung ist erforderlich.
Sonderöffnung | Die Gedenkstätte dokumentiert die Geschichte des KZ-Außenlagers als Teil des nationalsozialistischen KZ-Systems, sie informiert über den Warschauer Aufstand und erinnert an die Opfer des KZ Sandhofen.
MI, 15.9., 18 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

Eine Voranmeldung ist erforderlich.
Buchvorstellung | Die historischen Aspekte der Entwicklung des öffentlichen Verkehrs – insbesondere des Schienenverkehrs – sind in Ballungsräumen vielschichtig. Viele Menschen nutzen den hiesigen ÖPNV täglich und auch das seit den 1930er Jahren stark ausgebaute Straßennetz. Ebenso hat auch heute noch die Binnenschifffahrt durch Rhein und Neckar eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für Mannheim und seine Region. Im Vortrag werden bislang weitgehend unbekannte Hintergründe beleuchtet und ausgewähltes Bild- und Archivmaterial gezeigt.

Mit Wolfgang Löckel
SO, 20.9., 14-17 Uhr | KZ-Gedenkstätte Sandhofen, Gustav-Wiederkehr-Schule (UG), Kriegerstr. 28

Eine Voranmeldung ist erforderlich.
Sonntagsöffnung | Die Gedenkstätte dokumentiert die Geschichte des KZ-Außenlagers als Teil des nationalsozialistischen KZ-Systems, sie informiert über den Warschauer Aufstand und erinnert an die Opfer des KZ Sandhofen.
MI, 23.9., 18 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

Eine Voranmeldung ist erforderlich.
Vortrag | Auschwitz, Treblinka, das Warschauer Ghetto – diese Schreckensorte der nationalsozialistischen Herrschaft in Polen prägte maßgeblich der auf dem Waldhof geborene SS-Offizier Arpad Wigand. Der Vortrag beleuchtet die in mehrfacher Hinsicht bemerkenswerte Karriere und liefert gleichermaßen einen Beitrag zur Täterforschung und zur transnationalen Vergangenheitspolitik, denn Wigand musste sich vor polnischen und deutschen Gerichten verantworten. Seine Nachkriegsbiographie ist exemplarisch für die Reintegration nationalsozialistischer Funktionsträger in die bundesdeutsche Gesellschaft.

Mit Andreas Mix
MI, 30.9., 18 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

Eine Voranmeldung ist erforderlich.
Vortrag | Der Referent ist Verfasser einer Doppelbiographie zu seinem Vater Gustav, der in Hitlers Luftwaffe flog, und dessen Bruder Ernst, der zur gleichen Zeit von den Nazis als „Asozialer“ und „Berufsverbrecher“ stigmatisiert wurde und im KZ vernichtet werden sollte. Gleichzeitig ist er Initiator eines Appells an den Deutschen Bundestag zur Anerkennung dieser beiden 75 Jahre lang ignorierten Opfergruppen. Am 13. Februar 2020 hat der Bundestag diese Anerkennung nun ausgesprochen. Der Vortrag stellt die Verfolgungsgeschichte und die Gründe für die langjährige Ignoranz gegenüber diesen NS-Opfern dar.

Mit Prof. Frank Nonnenmacher (Goethe-Universität, Frankfurt) | In Kooperation mit dem Arbeitskreis Justiz und Geschichte des Nationalsozialismus in Mannheim e.V.
DI, 6.10., 18 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

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LeseZeichen | Jana Hensel, geboren 1976 in Leipzig, wurde 2002 mit "Zonenkinder", ihrem Porträt einer jungen ostdeutschen Generation, schlagartig bekannt. Seither beleuchtet die Autorin und Journalistin regelmäßig die Befindlichkeiten der Deutschen aus den neuen Bundesländern. Der 30. Jahrestag der Wiedervereinigung ist ein guter Moment, mit ihr ins Gespräch zu kommen: In Mannheim liest sie aus ihrem Buch „Wie alles anders bleibt – Geschichten aus Ostdeutschland“.

LeseZeichen ist eine Initiative des Vereins Stadtbild Mannheim e.V. | In Verbindung mit Freundeskreis MARCHIVUM
MI, 7.10., 18 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

Eine Voranmeldung ist erforderlich.
Buchvorstellung | Das Postmonopol im 19. Jahrhundert wurde von allen deutschen Staaten sorgfältig gehegt und gepflegt. Und doch gab es im deutschen Kaiserreich ein Nebeneinander von staatlichem Reichsadler und privater Brieftaube. Eine Lücke im Postgesetz führte für mehr als ein Jahrzehnt zu einer heftigen Auseinandersetzung. Die Ereignisse in Mannheim zeichnen dieses spannende Kapitel der deutschen Postgeschichte im Kleinen nach.

Mit Oswald Walter
MI, 14.10., 18 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

Eine Voranmeldung ist erforderlich.
Vortrag | Zur zentralen Feier des 100. Geburtstags von Beethoven traf sich Deutschlands Musiker-Elite in Weimar. Als Solistin krönte Anna Reiß hier im Zusammenspiel mit Franz Liszt ihre künstlerische Karriere, deren Erfolg bisher weitgehend unterschätzt wurde. Die Referentin gibt erste Einblicke in ihre gerade entstehende Biographie über Mannheims bedeutende Mäzenin.

Mit Astrid Arndt
SO, 18.10., 14-17 Uhr | KZ-Gedenkstätte Sandhofen, Gustav-Wiederkehr-Schule (UG), Kriegerstr. 28

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Sonntagsöffnung | Die Gedenkstätte dokumentiert die Geschichte des KZ-Außenlagers als Teil des nationalsozialistischen KZ-Systems, sie informiert über den Warschauer Aufstand und erinnert an die Opfer des KZ Sandhofen.

MI, 21.10., 18 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

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Vortrag | Nach dem Tod Kaiser Karls VI. am 20. Oktober 1740 musste der Mainzer Erzbischof als Erzkanzler des Reiches alle Kurfürsten nach einem festgelegten Verfahren zur Kaiserwahl nach Frankfurt einladen. In Mannheim gestaltete sich diese Aufgabe überraschend schwierig, so dass es dem Mainzer Gesandten Kesselstatt nicht gelang, die Einladung an Kurfürst Karl Philipp rechtmäßig zuzustellen. Warum das so war, erfahren Sie in diesem Vortrag.

Mit Dr. Susanne Schlösser
MI, 28.10., 18 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

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Vortrag | Zwischen 1933 und 1945 wurden tausende von Menschen in Baden und der Pfalz durch die Nationalsozialisten unfruchtbar gemacht. Diese „rassenhygienische“ Maßnahme stellte für Betroffene einen Einschnitt in Leben und Persönlichkeit dar, von dem sie sich nicht mehr erholten. Zeitzeuge Alfons Ims berichtet von den Erfahrungen seiner Familie. Ergänzend zum persönlichen Blick legt Louisa van der Does dar, dass sich Mannheim als regional bedeutender Tatort rekonstruieren lässt.

Mit Louisa van der Does und Alfons Ims | In Kooperation mit dem Arbeitskreis Justiz und Geschichte des Nationalsozialismus in Mannheim e.V.
MI, 4.11., 18 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

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Festakt | In den 1980er Jahren setzten sich zivilgesellschaftliche Initiativen dafür ein, eine Gedenkstätte im ehemaligen KZ Sandhofen zu errichten. Nach einem Gemeinderatsbeschluss wurde im November 1990 die Dauerausstellung in der Gustav-Wiederkehr-Schule eröffnet. Bis heute wird sie vom Verein KZ-Gedenkstätte Sandhofen in Kooperation mit dem MARCHIVUM und dem Stadtjugendring getragen. Anlässlich des Jubiläums diskutieren damals Aktive nach einer persönlichen Rückschau auf die Gründungsphase der Gedenkstätte mit Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und weiteren Gästen über Veränderungen in der Erinnerungskultur und die Zukunft der Gedenkstättenarbeit.

Eine Veranstaltung vom Verein KZ-Gedenkstätte Sandhofen in Kooperation mit dem MARCHIVUM und dem Stadtjugendring Mannheim e.V.
SO, 15.11., 14-17 Uhr | KZ-Gedenkstätte Sandhofen, Gustav-Wiederkehr-Schule (UG), Kriegerstr. 28

Eine Voranmeldung ist erforderlich.
Sonntagsöffnung | Die Gedenkstätte dokumentiert die Geschichte des KZ-Außenlagers als Teil des nationalsozialistischen KZ-Systems, sie informiert über den Warschauer Aufstand und erinnert an die Opfer des KZ Sandhofen.
MI, 18.11., 18.30 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

Eine Voranmeldung ist erforderlich.
Soiree | Ein Abend für die Freundinnen und Freunde des MARCHIVUM. Wir blicken zurück auf vergangene Ereignisse und geben Ausblick auf Künftiges. Mitglieder des Freundeskreises erhalten ihre Jahresgabe.
SA, 21.11., 20-23 Uhr | MARCHIVUM, Vorplatz
Lichtmeile | Auch in diesem Jahr laden MIB und das MARCHIVUM zu einer anschaulichen Reise quer durch alle Mannheimer Stadtteile im Rahmen der Lichtmeile ein. Die Fassade von Mannheims größten Hochbunker verwandelt sich in eine Projektionsfläche für spektakuläre Fotografien.

Mit der Foto-Community MIB (Mannheim in Bildern)
MI, 25.11., 18 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

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Vortrag | Ida Dehmel rief 1926 in Hamburg die Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfreundinnen Deutschlands und Österreichs (GEDOK) ins Leben. Ein Jahr später gründete sie mit ihrer Schwester Alice Bensheimer in Mannheim eine der frühesten Ortsgruppen der GEDOK: Ausstellungen, Konzerte, Bazare und Lesungen bereicherten bald das kulturelle Leben der Quadratestadt. Beide Schwestern engagierten sich darüber hinaus in der Frauenbewegung. Der Vortrag wird musikalisch umrahmt.

Mit Dr. Susanne Himmelheber (Vortrag) und Sabine Pfeifer (musikalische Umrahmung)
MI, 2.12., 18 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

Eine Voranmeldung ist erforderlich.
Vortrag | Die Stadtbibliothek Mannheim geht zurück auf die 1895 gegründete Volksbücherei, die ursprünglich in der R 2-Schule untergebracht war. Von Anfang an galt ihre Arbeit der Bildungsförderung für alle. Über 125 Jahre hinweg entwickelte sie sich zur wichtigen außerschulischen Bildungseinrichtung in Mannheim, gesellschaftlich und auch technisch immer nah am Puls der Zeit, dabei allerdings nicht immer frei von ideologischer Einflussnahme, wie die Zeit des Nationalsozialismus zeigt.

Mit Dr. Harald Stockert
SO, 20.12., 14-17 Uhr | KZ-Gedenkstätte Sandhofen, Gustav-Wiederkehr-Schule (UG), Kriegerstr. 28

Eine Voranmeldung ist erforderlich.
Sonntagsöffnung | Die Gedenkstätte dokumentiert die Geschichte des KZ-Außenlagers als Teil des nationalsozialistischen KZ-Systems, sie informiert über den Warschauer Aufstand und erinnert an die Opfer des KZ Sandhofen.