NS-Dokumentationszentrum

Das NS-Dokumentationszentrum eröffnet im Herbst 2021.
Das Stadtarchiv Mannheim hat sich seit vielen Jahren die mahnende Erinnerung an den Nationalsozialismus und seine Opfer zur Aufgabe gemacht. Das MARCHIVUM setzt mit dem NS-Dokumentationszentrum diesen Anspruch konsequent fort und stellt ihn auf eine neue Basis.

Dies erfolgt ganz bewusst in einem Gebäude aus der Zeit des Nationalsozialismus. Das MARCHIVUM hat seinen Sitz in einem ehemaligen Weltkriegsbunker. An der Geschichte des Gebäudes lassen die Ein- und Ausschlussmechanismen der nationalsozialistischen "Volksgemeinschaft" verdeutlichen. Den Bunker, in dem die "Volksgenossen" Schutz vor den alliierten Luftangriffen fanden, mussten Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene errichten, die meist keinen Zugang zu den Luftschutzräumen hatten.

Im 1. Obergeschoss des früheren Bunkers wird sich das NS-Dokumentationszentrum auf einer Fläche von ca. 600 qm ausbreiten. Den größten Teil dieser Fläche wird die Ausstellung zur Geschichte des Nationalsozialismus in Mannheim einnehmen. Ergänzend dazu wird es einen Raum mit Recherchestationen geben, an denen die Besucherinnen und Besucher die Biografien von Verfolgten und Tätern der NS-Diktatur erkunden können.

Auch ein Seminarraum für Schulklassen und andere interessierte Gruppen steht zur Verfügung. Ein weiterer Raum erzählt die Geschichte des Bunkers von seiner Entstehung während des Kriegs bis zur Nachkriegszeit, als er zunächst als Ersatz für verlorenen Wohnraum herhalten musste und später infolge des Kalten Kriegs zum ABC-Bunker ausgebaut wurde.