MARCHIVUM

Kaiserring um1900
Mannheim um 1900  Vogelschaubild
Stadtansicht 1729
Planken um 1900
Friedrichsplatz um 1900
Mannheim Music Week
Vortrag und Musik am 18.5.

Music and History. Lautenspieler Christian Schimanski und Prof. Ulrich Nieß im Dialog

Mannheim, die Unesco City of Music, war spätestens im 18. Jahrhundert erste Adresse unter den europäischen Musikstädten. Die Mannheimer Schule ist bis heute weltberühmt. Doch welche Musik erklang vor diesem musikalischen Aufbruch und warum wurde diese Schule so bekannt? Wie groß war die Stadt damals und wer konnte sich Musik bzw. Musiker überhaupt leisten? Prof. Ulrich Nieß vom MARCHIVUM wird Mannheim als Musikstadt des 17. und 18. Jahrhunderts porträtieren, während Christian Schimanski einmal mehr sein Können an Laute und Barockgitarre unter Beweis stellt. Die Veranstaltung findet im Rahmen der "Mannheim Music Week" statt.

18.5. | 15 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

Vortrag am 21.5.

Stadtentwicklung in Mannheim

Durch Bundesgartenschauen werden wichtige Impulse für die Entwicklung einer Stadt gesetzt. Das war in Mannheim 1975 und wird 2023 unter aktuellen Rahmenbedingungen so sein. Die Veranstaltung gibt Einblicke in die durch die BUGA initiierten Weichenstellungen, die 1975 die Stadt verändert haben und jene, die die Stadtentwicklung Mannheims mit der BUGA 2023 nachhaltig verändern werden.

Mit Klaus Elliger (Fachbereichsleiter Stadtplanung der Stadt Mannheim) und Robert Bechtel (ehemaliger Fachbereichsleiter Stadtplanung der Stadt Mannheim)

21.5. | 18 Uhr | MARCHIVUM, Friedrich-Walter-Saal

Porträt Elisabeth Blaustein
FRAUENRECHTE SIND MENSCHENRECHTE

Mannheimerinnen kämpfen um Gleichberechtigung

Wie in einem vorangegangenen Beitrag unserer Reihe berichtet wurde, durften Lehrerinnen zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht mehr ihren Beruf ausüben, sobald sie heirateten.

Die Mannheimerin Elisabeth Blaustein (1884-1942) engagiert sich daher nach ihrer Heirat mit Arthur Blaustein und der Aufgabe des Lehrerinnen-Berufs im sozialen Bereich. Schon als Pädagogin bekommt sie mit, wie werdende Mütter ohne Mann in soziale und wirtschaftliche Missstände abrutschen.
1907 gründet sie daher den Mannheimer Ortsverband des Bundes für Mutterschutz: den Verein „Zum Schutze lediger Mütter“, dessen Vorsitzende sie wird.
Zunächst unterhält der Verein Auskunftstellen und Mütterheime. In den 1920ern wird die Tätigkeit über die Mütterbetreuung hinaus ausgeweitet. Säuglingsschwestern werden ausgebildet, Weihnachtsspenden an notleidende Familien werden verteilt, es gibt eine Gefährdetenfürsorge und auch eine Ehe- und Sexualberatungsstelle, die erste Einrichtung dieser Art in Baden. Angesichts der sozialen Not fordert Blaustein öffentlich die Abschaffung des Paragraphen 218 als dringende Notwendigkeit. Sie sieht immer noch die soziale Not, das Elend der Arbeiterfrau und die Sorge um die Zukunft des Kindes, die die Mehrzahl der Mütter zu einer verbotenen Abtreibung führt, die nicht selten die Gesundheit gefährdet.
1933 müssen alle Beratungsstellen geschlossen werden und Blaustein stirbt 1942 zurückgezogen.

 

Seiten aus dem Ratsprotokoll 1666/67
Bestand im Fokus

Amtsbücher

Der Bestand der Amtsbücher umfasst unter anderem über 700 Ratsprotokolle. Die Protokolle des Rates der Stadt Mannheim liegen, mit wenigen Ausnahme, seit 1661 vollständig vor. Sie geben Einblicke in das Stadtgeschehen und zeigen die Kompetenzen des Gremiums, die sich im Laufe der Zeit immer wieder wandelten.

Die Ratsprotokolle sind vollständig digitalisiert, auch um die wertvollen Bücher zu schützen und trotzdem benutzbar zu machen.

Das Bild zeigt eine Doppelseite des Ratsprotokolls aus dem Jahr 1666, in dem auch über den Pestausbruch in der Stadt berichtet wird.

Die Sondersitzung vom 14. Juni 1666 gibt dem neu eingestellten Totengräber die Weisung „etliche Gräber in Vorrath zumachen“. Und „[…] damit mann im nothfall ein Par Sarck uebereinander darin sencken könne“ sollen sie besonders tief sein. Auf dem Kirchhof im Jungbusch werden die Verstorbenen früh morgens bestattet. Zudem wird es Pflicht, Totenregister - für die, „die so in ihren Quadrieren sterben werden“ - anzulegen. Der Schwarze Tod – die Pest – beherrscht das Geschehen in Mannheim bis ins Frühjahr 1667. Die Totenregister sind nicht erhalten, doch dürften mindestens ein Viertel bis ein Drittel der Einwohner der Pest zum Opfer gefallen sein.

Plakat zum 300-jährigen Stadtjubiläum 1907
Sammlung im Fokus

Plakatsammlung

An dieser Stelle präsentieren wir kleine Kostbarkeiten aus unseren Sammlungen. Aktuell ein Schmuckstück aus unserer Plakatsammlung.

Anlässlich des 300-jährigen Stadtjubiläums findet das erstarkte Selbstbewusstsein des vorwiegend höheren Bürgertums Ausdruck in einer glanzvollen Internationen Kunst- und Gartenausstellung rund um die neu geschaffene Jugendstilanlage am Friedrichsplatz statt. Das Fest und die Ausstellung locken zahlreiche Besucher von nah und fern an.

Ein Vergnügungspark und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen bieten Zerstreuung für jedermann. Unter anderem tritt die legendäre, amerikanische Barfußtänzerin Isadora Duncan auf.

Erzherzog Friedrich von Baden persönlich reist zu den Feierlichkeiten an und wird von den Honoratioren der Stadt begrüßt.

Buchcover_Festschrift
Festschrift

Kostenloser Download

Aufgrund der großen Nachfrage stellen wir unsere Festschrift "Das MARCHIVUM  – Mannheims neuer Geschichtsort" als kostenlosen Download zur Verfügung. Die Publikation kann hier abgerufen werden.

Logo Internationaler Museumstag
Internationaler Museumstag am 19.5.

Kostenloser Eintritt in die BUGA-Ausstellung

Anlässlich des Internationalen Museumstages am Sonntag, 19. Mai kann die Ausstellung "BUGA 75. Ein Fest verändert die Stadt" kostenfrei in der Zeit von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Um 14 und 16 Uhr findet zudem eine kostenlose Führung statt. Die Teilnehmerzahl dafür ist begrenzt, eine Voranmeldung leider nicht möglich.

19.5. | 10-18 Uhr | MARCHIVUM, Erdgeschoss

 

Mannheimer Schloss im 18. Jahrhundert
Stadtrundgang am 22.5.

Von der Festung zur Residenz. Mannheim im 17. und 18. Jahrhundert

Ob Schloss, Sternwarte oder Schillerplatz, das Nachtquartier Mozarts oder das Palais der kurfürstlichen Geliebten, ein Kaufhaus ohne wirtschaftliche Nutzung oder ein Brunnen ohne Wasser - sie alle sind Zeugnisse einer spannenden Epoche unserer Stadt, der "nachzugehen" es sich lohnt.

Der Treffpunkt für die Führung ist der Paradeplatz-Brunnen in O1.

Mit Dr. Anja Gillen (MARCHIVUM)

22.5. | 16 Uhr | Kosten: 6 € pro Person 

Hostessen im Herzogenriedpark
BUGA 75. Ein Fest verändert die Stadt

Begleitprogramm zur BUGA-Ausstellung

Die großangelegte Ausstellung "BUGA 75. Ein Fest verändert die Stadt", die vom 24. März bis 18. August 2019 zu sehen ist, wartet mit einem reichhaltigen Begleitprogramm auf: Vorträge, Zeitzeugengespräche und Führungen sind genauso geplant wie ein Filmabend und ein Ferienprogramm für Kinder. 

Am Sonntag, 24. März ist der Eintritt in die Ausstellung frei. Um 14 und 16 Uhr findet zudem jeweils eine kostenlose Kuratorenführung statt.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden sich im Menüpunkt "Ausstellungen".

BUGA 75. Ein Fest verändert die Stadt

Ausstellungstrailer

Die Mannheimer Filmemacherin Christina Stihler hat einen wunderbaren Ausstellungstrailer gestaltet. Die Filmcollage spannt den Bogen von 1975 bis in die Zukunft 2023 und zeigt, dass die Idee "Zukunft gestalten" damals wie auch zukünftig wichtiges Motto bei der Konzeption der Bundesgartenschau war und sein wird.

Weitere Informationen zur Ausstellung "BUGA 75. Ein Fest verändert die Stadt" finden sich im Menüpunkt "Ausstellungen".

 

Veranstaltungen

Programmheft Januar bis Juni 2019

Das MARCHIVUM bietet für die Monate Januar bis Juni 2019 ein unterhaltsames und buntes Programm rund um Mannheims Stadtgeschichte. Neben Vorträgen, Lesungen und Führungen gibt es als besonderes Highlight die Ausstellung über die Bundesgartenschau 1975. Lassen Sie sich überraschen.

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MARCHIVUM-BLOG

Bunkergeschichten

Über zwei Jahre hat der MARCHIVUM-Blog den Umbau des Hochbunkers in der Neckarstadt-West zu Mannheims Haus der Stadtgeschichte und Erinnerung begleitet. In Wort und Bild wird nicht nur über die Bauarbeiten, sondern auch die wechselvolle Geschichte des Bunkers und anderer Luftschutzbauten in Mannheim berichtet. Auch bemerkenswerte Bunker und Bunkerumbauten in anderen Städten und Regionen sind wiedergegeben. Es lohnt sich, hineinzuschauen! Zum Blog geht es hier

Vom Stadtarchiv zum MARCHIVUM
MARCHIVUM

Vom Stadtarchiv zum MARCHIVUM

Nach seiner Gründung im Jahr 1907 wechselte das Stadtarchiv mehrfach seinen Standort. Jetzt beschreitet es als MARCHIVUM neue Wege und hat erstmals in seiner Geschichte ein eigenes Gebäude.