MARCHIVUM

Kaiserring um1900
Mannheim um 1900  Vogelschaubild
Stadtansicht 1729
Planken um 1900
Friedrichsplatz um 1900
Portrait von Helge Hesse
Literatur am 23.1.

Lesung mit Helge Hesse

Der Publizist Helge Hesse erklärt mit seinen originellen und tiefgründigen Büchern historische und philosophische Zusammenhänge einprägsam und wirkungsvoll. Titel wie "Mit Platon und Marilyn im Zug: Was uns die Begegnungen berühmter Persönlichkeiten über die großen Fragen des Lebens verraten" geben einen ersten Einblick in seine Arbeitsweise. Ein spannender und unterhaltsamer Abend ist garantiert. Die Veranstaltung findet in der Reihe "LeseZeichen" statt.

LeseZeichen ist eine Initiative des Vereins Stadtbild Mannheim e.V. | In Verbindung mit Freundeskreis MARCHIVUM

23.1. | 18 Uhr | Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

 

Veranstaltungen Januar bis Juni 2019

Das neue Programm ist da

Das MARCHIVUM wartet für die Monate Januar bis Juni 2019 erneut mit einem unterhaltsamen und bunten Programm rund um Mannheims Stadtgeschichte auf. Neben Vorträgen, Lesungen sowie Führungen gibt es die erste, große und eigens kuratierte Ausstellung, welche das MARCHIVUM-Team konzipiert hat, und vieles mehr. Lassen Sie sich überraschen.

Therese Blase mit fünf weiteren Frauen 1929
FRAUENRECHTE SIND MENSCHENRECHTE

Mannheimerinnen kämpfen um Gleichberechtigung

Die erste Frau, die wir in unserer Jahresserie vorstellen, ist die SPD-Politikerin THERESE BLASE geb. Knauf, die von 1919 bis zu ihrem Tod im Jahr 1930 dem badischen Landtag angehört.

1873 in Craula in Thüringen geboren, zieht sie mit ihrer Familie 1903 nach Mannheim, als ihr Ehemann Heinrich bei den Enzinger-Union-Werken eine Anstellung bekommt. Therese Blase wird danach sehr schnell politisch aktiv, zählt 1905 zu den Gründerinnen einer SPD-Frauengruppe und wird 1912 als erste Frau in den badischen Landesvorstand der SPD berufen. Auch im Landtag ist sie 1919 die erste SPD-Frau, die ein Mandat erringen kann, nachdem sie sich bereits seit 1905 aktiv für das Frauenwahlrecht eingesetzt hat.

Therese Blase engagiert sich stark für soziale Themen: In Mannheim ist sie Mitglied der Armen- und der Krankenhauskommission. Bereits vor dem ersten Weltkrieg startet sie eine Initiative, die Arbeiterkindern erholsame Ferientage im Grünen ermöglicht und stellt sich selbst als Betreuerin zur Verfügung. In den 1920er Jahren wird diese Aufgabe von der Arbeiterwohlfahrt fortgeführt.

Unser Bild zeigt Therese Blase (links im hellen Kleid) mit anderen Helferinnen im Ferienlager in Sandtorf im August 1929, neun Monate vor ihrem Tod am 2. Mai 1930.

Seiten aus dem Ratsprotokoll 1666/67
Bestand im Fokus

Amtsbücher

Der Bestand der Amtsbücher umfasst unter anderem über 700 Ratsprotokolle. Die Protokolle des Rates der Stadt Mannheim liegen, mit wenigen Ausnahme, seit 1661 vollständig vor. Sie geben Einblicke in das Stadtgeschehen und zeigen die Kompetenzen des Gremiums, die sich im Laufe der Zeit immer wieder wandelten.

Die Ratsprotokolle sind vollständig digitalisiert, auch um die wertvollen Bücher zu schützen und trotzdem benutzbar zu machen.

Das Bild zeigt eine Doppelseite des Ratsprotokolls aus dem Jahr 1666, in dem auch über den Pestausbruch in der Stadt berichtet wird.

Die Sondersitzung vom 14. Juni 1666 gibt dem neu eingestellten Totengräber die Weisung „etliche Gräber in Vorrath zumachen“. Und „[…] damit mann im nothfall ein Par Sarck uebereinander darin sencken könne“ sollen sie besonders tief sein. Auf dem Kirchhof im Jungbusch werden die Verstorbenen früh morgens bestattet. Zudem wird es Pflicht, Totenregister - für die, „die so in ihren Quadrieren sterben werden“ - anzulegen. Der Schwarze Tod – die Pest – beherrscht das Geschehen in Mannheim bis ins Frühjahr 1667. Die Totenregister sind nicht erhalten, doch dürften mindestens ein Viertel bis ein Drittel der Einwohner der Pest zum Opfer gefallen sein.

Erbgroßherzog Friedrich II. (mit Pickelhaube) besichtigt 1907 die damals hochmoderne Seifenproduktion von Sunlicht in Mannheim.
Spendenaktion

Filmschätze retten!

Unterstützen Sie die Digitalisierung der Mannheimer Filmschätze! Unsere alten Filmrollen und Videokassetten sind vom Verfall bedroht. Helfen Sie mit, dass die Filme digitalisiert werden. Denn in digitalisierter Form können sie zukunftssicher archiviert und allgemein zugänglich gemacht werden.

Der Mannheimer Morgen lädt jeden Donnerstag zu einer spannenden Entdeckungsreise ein und präsentiert einen bereits digitalisierten Filmschatz. Zum Beispiel die ältesten Filmaufnahmen aus Mannheim. Sie stammen von 1906 und zeigen den Besuch des Erbgroßherzogs Friedrich II., der damals auch die Seifenproduktion der Firma Sunlicht besichtigte. Diese filmische Rarität und weitere Informationen finden Sie hier.

Plakat zum 300-jährigen Stadtjubiläum 1907
Sammlung im Fokus

Plakatsammlung

An dieser Stelle präsentieren wir kleine Kostbarkeiten aus unseren Sammlungen. Aktuell ein Schmuckstück aus unserer Plakatsammlung.

Anlässlich des 300-jährigen Stadtjubiläums findet das erstarkte Selbstbewusstsein des vorwiegend höheren Bürgertums Ausdruck in einer glanzvollen Internationen Kunst- und Gartenausstellung rund um die neu geschaffene Jugendstilanlage am Friedrichsplatz statt. Das Fest und die Ausstellung locken zahlreiche Besucher von nah und fern an.

Ein Vergnügungspark und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen bieten Zerstreuung fü jedermann. Unter anderem tritt die legendäre, amerikanische Barfußtänzerin Isadora Duncan auf.

Erzherzog Friedrich von Baden persönlich reist zu den Feierlichkeiten an und wird von den Honoratioren der Stadt begrüßt.

Buchcover_Festschrift
Festschrift

Kostenloser Download

Aufgrund der großen Nachfrage stellen wir unsere Festschrift "Das MARCHIVUM  – Mannheims neuer Geschichtsort" als kostenlosen Download zur Verfügung. Die Publikation kann hier abgerufen werden.

Alter Industriehafen in Mannheim
Vortrag am 30.1.

Flott flussabwärts - Manheim und die Flößerei

"... der Altrhein ist zuweilen mit tausenden von Stämmen übersät" - so eine Beschreibung von 1910 des Mannheimer Floßbindeplatzes. Obwohl die Blütezeit der legendären Holländerflöße wie auch des Schwarzwälder Floßholzhandels längst vorbei war, gehörten Flößerei und Holzhandel damals noch zum Mannheimer Hafenbild. Die Arbeitsbedingungen der Flößer waren hart und unfallträchtig. Das letzte Floß fuhr vor rund 70 Jahren den Rhein hinab.

Mit Sabine Pich | In Kooperation mit Rhein-Neckar-Industriekultur e.V.

30.1. | 18 Uhr | Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

Zu Besuch

Das Community College der Kunsthalle Mannheim in der Neckarstadt-West

Am 26.01.2019 besucht uns die Kunsthalle Mannheim im Rahmen des Community College in der Neckarstadt-West. Es wird um das Bild von "Arbeit" in der Kunst  der 1920er und -30er Jahre sowie in der zeitgenössischen Kunst gehen. Die Frage, welche Rolle Künstler*innen für das heutige Idealbild des Unternehmertums spielen, führt die Teilnehmer*innen von der Ausstellung „Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie“ mit der Straßenbahn in den historischen und stolzen Arbeiterbezirk Neckarstadt-West. Dort berichtet der Mannheimer Historiker Hans-Joachim Hirsch rund um das MARCHIVUM von der Arbeits- und Lebenswelt des Stadtbezirks in den 1930er Jahren und heute. Zudem wird mit weiteren Akteur*innen vor Ort über neue Arbeitsmodelle und die Startup-Szene im Stadtteil gesprochen.

Ticket 4,00€

Weitere Informationen und Buchung über die Kunsthalle Mannheim

26.01. | 15 Uhr | Kasse im Atrium der Kunsthalle
 

Übergabe des Tagebuchs
Spende an das MARCHIVUM

Tagebuch aus dem Zweiten Weltkrieg

"Ich heiße Gerda Eckler, bin 11 Jahre alt und Schülerin der Kl. Ia der Mittelschule Mannheim" - so lautet der erste Satz eines Tagebuchs aus den Jahren 1940/41, das die inzwischen 90-jährige Gerda Höflich geb. Eckler dem MARCHIVUM, stellvertretend durch Frau Dr. Susanne Schlösser, geschenkt hat. Zwei Jahre lang hat sie darin dokumentiert, wie sie als Kind das Kriegsgeschehen in Mannheim erlebte. Eine sehr interessante Quelle, die wir gerne in unsere Bestände übernommen haben.

Kinder im Kinderheim Mistlau
Ausstellung vom 5.12.18 bis 8.2.19

Verwahrlost und gefährdet? Heimerziehung in Baden-Württemberg 1949-1975

Die vom Landesarchiv Baden-Württemberg konzipierte Ausstellung thematisiert anhand von Fotos und Originaldokumenten, wie der Alltag in vielen Kinderheimen aussah. Zeitzeugenberichte bereichern die Darstellung um die Perspektive der Betroffenen. Zudem werden die rechtlichen Aspekte des Themas diskutiert, und es erfolgt ein Ausblick in die heutige Heimlandschaft und Jugendhilfe, um zu zeigen, welche Konsequenzen aus den damaligen Geschehnissen gezogen wurden.

Die Ausstellung ist vom 5. Dezember 2018 bis 8. Februar 2019 zu Gast im MARCHIVUM und kann zu den üblichen Öffnungszeiten besichtigt werden: Di, Mi, Fr 8 bis 16 Uhr sowie Do 8 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Startseite MARCHIVUM-BLOG
MARCHIVUM-BLOG

Bunkergeschichten

Über zwei Jahre hat der MARCHIVUM-Blog den Umbau des Hochbunkers in der Neckarstadt-West zu Mannheims Haus der Stadtgeschichte und Erinnerung begleitet. In Wort und Bild wird nicht nur über die Bauarbeiten, sondern auch die wechselvolle Geschichte des Bunkers und anderer Luftschutzbauten in Mannheim berichtet. Auch bemerkenswerte Bunker und Bunkerumbauten in anderen Städten und Regionen sind wiedergegeben. Es lohnt sich, hineinzuschauen! Zum Blog geht es hier

Vom Stadtarchiv zum MARCHIVUM
MARCHIVUM

Vom Stadtarchiv zum MARCHIVUM

Nach seiner Gründung im Jahr 1907 wechselte das Stadtarchiv mehrfach seinen Standort. Jetzt beschreitet es als MARCHIVUM neue Wege und hat erstmals in seiner Geschichte ein eigenes Gebäude.

360-Grad-Video

Rundgang durch das MARCHIVUM - Teil I

Seit 2018 ist das MARCHIVUM im größten Hochbunker Mannheims ansässig - und nach wie vor gibt es großes Interesse an dem sanierten und um zwei gläserne Geschosse aufgestockten Betonbau.
Der Mannheimer Morgen war im MARCHIVUM zu Gast und hat ein informatives, vertontes 360-Grad-Video realisiert: einfach mit der linken Maustaste ins Bild klicken, Taste halten und sich umschauen. Im ersten Teil des Videos erfahren Sie mehr über den für die Besucherinnen und Besucher öffentlichen Teil des Hauses.
Um das Video in 360-Grad auf dem Smartphone oder dem Tablet sehen zu können, benötigen Sie die Youtube-App, die im Google Play Store oder im App Store von Apple kostenlos erhältlich ist.