MARCHIVUM

Kaiserring um1900
Mannheim um 1900  Vogelschaubild
Stadtansicht 1729
Planken um 1900
Friedrichsplatz um 1900
(Nach-)Kriegserziehung ab 1945
Vortrag am 27.2.

(Nach-)Kriegserziehung ab 1945

Zentrales Thema dieses Vortrags ist die von den Nationalsozialisten vorangetriebene Spaltung der natürlichen Eltern-Kind-Bindung. 1945 endete zwar die NS-Herrschaft, jedoch nicht automatisch der Einfluss ihrer Ideologien. Die Einstellung Erwachsener gegenüber dem Kind-Sein und damit auch Erziehungskonzepten wurde lange - vielfach auch unwissentlich - in Familien und Bildungseinrichtungen weitergegeben.

Mit Dorit Rode und Karen Strobel | In Kooperation mit der Mannheimer Abendakademie

27.2. | 19 Uhr | Friedrich-Walter-Saal (6. OG)

Porträt Marie Barneys mit Dutt
FRAUENRECHTE SIND MENSCHENRECHTE

Mannheimerinnen kämpfen um Gleichberechtigung

1900 ist Baden das erste deutsche Land, das die beiden Universitäten in Heidelberg und Freiburg für Frauen öffnet und jungen Frauen die Möglichkeit einräumt, zu Erlangung des Abiturs höhere Jungenschulen zu besuchen.

Die in München geborene Dr. MARIE BERNAYS (1883 – 1939) legt 1904 am Humanistischen Gymnasium in Heidelberg ihre Reifeprüfung ab. Danach studiert sie von 1906 – 1908 an der Universität Heidelberg Nationalökonomie und promoviert dort 1910. Seit 1915 lebt sie in Mannheim.

Von 1921 bis 1925 ist sie für den Wahlkreis Mannheim Mitglied des Landtages für die Deutsche Volkspartei.

Als Mitbegründerin der Sozialen Frauenschule in Mannheim, leitet sie diese vom Beginn 1916 an bis 1933. In der Schule werden junge Frauen ab 18 Jahre für verschiedene Sozialberufe ausgebildet. 30 Schülerinnen befinden sich im ersten Jahrgang der Schule, die in der Ladenburgischen Villa untergebracht ist. In dem zweieinhalb Jahren dauernden Kurs werden die Frauen u.a. auch in Volkswirtschaftslehre unterrichtet. 1928 wir sie in städtische Regie übernommen. Bernays erhält eine Anstellung auf Lebenszeit.

Aufgrund ihrer jüdischen Abstammung wird sie 1933 von den Nationalsozialisten suspendiert, zusätzlich wird sie von der gleichgeschaltete Presse diffamiert und Bernays flieht aus Mannheim. Sie geht nach Beuron, dort betreibt sie die Leihbücherei und unterrichtet Missionare in Englisch. 1939 stirbt sie überraschend. Danach wird auf ihren Wunsch hin, ihr schriftlicher Nachlass verbrannt.

Seiten aus dem Ratsprotokoll 1666/67
Bestand im Fokus

Amtsbücher

Der Bestand der Amtsbücher umfasst unter anderem über 700 Ratsprotokolle. Die Protokolle des Rates der Stadt Mannheim liegen, mit wenigen Ausnahme, seit 1661 vollständig vor. Sie geben Einblicke in das Stadtgeschehen und zeigen die Kompetenzen des Gremiums, die sich im Laufe der Zeit immer wieder wandelten.

Die Ratsprotokolle sind vollständig digitalisiert, auch um die wertvollen Bücher zu schützen und trotzdem benutzbar zu machen.

Das Bild zeigt eine Doppelseite des Ratsprotokolls aus dem Jahr 1666, in dem auch über den Pestausbruch in der Stadt berichtet wird.

Die Sondersitzung vom 14. Juni 1666 gibt dem neu eingestellten Totengräber die Weisung „etliche Gräber in Vorrath zumachen“. Und „[…] damit mann im nothfall ein Par Sarck uebereinander darin sencken könne“ sollen sie besonders tief sein. Auf dem Kirchhof im Jungbusch werden die Verstorbenen früh morgens bestattet. Zudem wird es Pflicht, Totenregister - für die, „die so in ihren Quadrieren sterben werden“ - anzulegen. Der Schwarze Tod – die Pest – beherrscht das Geschehen in Mannheim bis ins Frühjahr 1667. Die Totenregister sind nicht erhalten, doch dürften mindestens ein Viertel bis ein Drittel der Einwohner der Pest zum Opfer gefallen sein.

Erbgroßherzog Friedrich II. (mit Pickelhaube) besichtigt 1907 die damals hochmoderne Seifenproduktion von Sunlicht in Mannheim.
Spendenaktion

Filmschätze retten!

Unterstützen Sie die Digitalisierung der Mannheimer Filmschätze! Unsere alten Filmrollen und Videokassetten sind vom Verfall bedroht. Helfen Sie mit, dass die Filme digitalisiert werden. Denn in digitalisierter Form können sie zukunftssicher archiviert und allgemein zugänglich gemacht werden.

Der Mannheimer Morgen lädt jeden Donnerstag zu einer spannenden Entdeckungsreise ein und präsentiert einen bereits digitalisierten Filmschatz. Zum Beispiel die ältesten Filmaufnahmen aus Mannheim. Sie stammen von 1906 und zeigen den Besuch des Erbgroßherzogs Friedrich II., der damals auch die Seifenproduktion der Firma Sunlicht besichtigte. Diese filmische Rarität und weitere Informationen finden Sie hier.

Plakat zum 300-jährigen Stadtjubiläum 1907
Sammlung im Fokus

Plakatsammlung

An dieser Stelle präsentieren wir kleine Kostbarkeiten aus unseren Sammlungen. Aktuell ein Schmuckstück aus unserer Plakatsammlung.

Anlässlich des 300-jährigen Stadtjubiläums findet das erstarkte Selbstbewusstsein des vorwiegend höheren Bürgertums Ausdruck in einer glanzvollen Internationen Kunst- und Gartenausstellung rund um die neu geschaffene Jugendstilanlage am Friedrichsplatz statt. Das Fest und die Ausstellung locken zahlreiche Besucher von nah und fern an.

Ein Vergnügungspark und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen bieten Zerstreuung fü jedermann. Unter anderem tritt die legendäre, amerikanische Barfußtänzerin Isadora Duncan auf.

Erzherzog Friedrich von Baden persönlich reist zu den Feierlichkeiten an und wird von den Honoratioren der Stadt begrüßt.

Veranstaltungen Januar bis Juni 2019

Das neue Programm ist da

Das MARCHIVUM wartet für die Monate Januar bis Juni 2019 erneut mit einem unterhaltsamen und bunten Programm rund um Mannheims Stadtgeschichte auf. Neben Vorträgen, Lesungen sowie Führungen gibt es die erste, große und eigens kuratierte Ausstellung, welche das MARCHIVUM-Team konzipiert hat, und vieles mehr. Lassen Sie sich überraschen.

Startseite MARCHIVUM-BLOG
MARCHIVUM-BLOG

Bunkergeschichten

Über zwei Jahre hat der MARCHIVUM-Blog den Umbau des Hochbunkers in der Neckarstadt-West zu Mannheims Haus der Stadtgeschichte und Erinnerung begleitet. In Wort und Bild wird nicht nur über die Bauarbeiten, sondern auch die wechselvolle Geschichte des Bunkers und anderer Luftschutzbauten in Mannheim berichtet. Auch bemerkenswerte Bunker und Bunkerumbauten in anderen Städten und Regionen sind wiedergegeben. Es lohnt sich, hineinzuschauen! Zum Blog geht es hier

Vom Stadtarchiv zum MARCHIVUM
MARCHIVUM

Vom Stadtarchiv zum MARCHIVUM

Nach seiner Gründung im Jahr 1907 wechselte das Stadtarchiv mehrfach seinen Standort. Jetzt beschreitet es als MARCHIVUM neue Wege und hat erstmals in seiner Geschichte ein eigenes Gebäude.

360-Grad-Video

Rundgang durch das MARCHIVUM

Seit 2018 ist das MARCHIVUM im größten Hochbunker Mannheims ansässig - und nach wie vor gibt es großes Interesse an dem sanierten und um zwei gläserne Geschosse aufgestockten Betonbau.
Der Mannheimer Morgen war im MARCHIVUM zu Gast und hat ein informatives, vertontes 360-Grad-Video realisiert: einfach mit der linken Maustaste ins Bild klicken, Taste halten und sich umschauen. Im ersten Teil des Videos erfahren Sie mehr über den für die Besucherinnen und Besucher öffentlichen Teil des Hauses.
Um das Video in 360-Grad auf dem Smartphone oder dem Tablet sehen zu können, benötigen Sie die Youtube-App, die im Google Play Store oder im App Store von Apple kostenlos erhältlich ist.

Buchcover_Festschrift
Festschrift

Kostenloser Download

Aufgrund der großen Nachfrage stellen wir unsere Festschrift "Das MARCHIVUM  – Mannheims neuer Geschichtsort" als kostenlosen Download zur Verfügung. Die Publikation kann hier abgerufen werden.