Mannheimer Architektur- und Bauarchiv MAB

Das Mannheimer Architektur- und Bauarchiv hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte Mannheims in seiner baulichen Entwicklung zu dokumentieren. Seit seiner Gründung 1989 sammelt und übergibt es dem MARCHIVUM Pläne, Entwürfe, Akten aus Firmenarchiven, Architektennachlässe und Zeugnisse anderer Art zur Geschichte des Bauens in Mannheim. 
Mit den Unterlagen aus privater Hand schließt es die baudokumentarischen Lücken, die der Zweite Weltkrieg geschlagen hat. Denn beim schweren Luftangriff vom 5./6. September 1943 fielen sämtliche städtische Bauakten den Flammen zum Opfer. Darüber hinaus dokumentiert das MAB das jüngere und aktuelle Baugeschehen in Mannheim. Zu diesem Zweck hat es das Amt des Stadtbauschreibers eingerichtet, das seit 2010 von Dr. Andreas Schenk, Mitarbeiter des MARCHIVUM, begleitet wird. 
Das MAB bietet regelmäßig Vorträge und Führungen an und veröffentlicht in Kooperation mit dem MARCHIVUM Bücher zur Kunst- und Baugeschichte Mannheims, wie zum Beispiel das Faksimile des Standardwerks von 1906 „Mannheim und seine Bauten“ sowie als dessen Fortschreibung die sechsbändige Reihe „Mannheim und seine Bauten 1907-2007“.

Mitglieder des Vereins werden zu allen Veranstaltungen des MARCHIVUM eingeladen, bekommen Rabatte auf Veröffentlichungen und erhalten am Jahresende eine kostenlose, attraktive Jahresgabe. Auch sind sie von allen Archivgebühren befreit, sofern sie die Einrichtungen des MARCHIVUM für wissenschaftliche, heimat- oder familienkundliche Zwecke nutzen möchten. 
Der Jahresbeitrag beträgt 30 Euro, für juristische Personen 150 Euro. Den Vorsitz des Vereins hat seit 2016 Dr. Martin Krauß, Unternehmensarchiv Bilfinger SE, inne.

Sie haben Interesse an einer Mitgliedschaft? Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an uns per Email marchivum@mannheim.de oder Tel. 0621/293-7027. Unseren Mitgliedsantrag finden Sie hier.

Nachlass Christian Schrade

Unter den zahlreichen Funden des MAB, die an das Archiv des MARCHIVUM übergeben werden konnten, ragt der Nachlass des Architekten der Mannheimer Christuskirche, Christian Schrade, heraus. Die umfangreiche Plansammlung wurde 2003 in der Turmstube der Christuskirche geborgen und so vor dem weiteren Zerfall gerettet. Allein 2.000 Blätter dokumentieren die Planung dieser bedeutenden Kirche.

Jubiläumsfestschrift

Zu seinem 25-jährigen Bestehen veröffentlichte das MAB 2014 die reich bebilderte Jubiläumsschrift:
„Sammeln heißt sichern“ – 25 Jahre Mannheimer Architektur- und Bauarchiv 1989-2014, Verfasser: Andreas Schenk, 2014.

Mannheimer Stein

Als gemeinnütziger Verein ist das MAB auf vielerlei Unterstützung angewiesen. Für die Würdigung herausragenden Engagements hat es den "Mannheimer Stein" kreiert.
Der aus rotem Sandstein gestaltete Preis wird aus Gewölbequadern des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Palais´ Riaucour-Waldkirch (N 2, 4) gewonnen. Traditionell wird der Mannheimer Stein an einem 17. März übergeben, um an die Grundsteinlegung der Festung Friedrichsburg am 17. März 1606 zu erinnern, die der Stadtprivilegierung Mannheims am 24. Januar 1607 vorausging.

Träger des Mannheimer Steins

2016: Dipl.-Ing. Karl Schmucker
2014: Dr. Georg Müller, Vorstandsvorsitzender der MVV Energie AG
2012: Gartenstadt-Genossenschaft
2010: Dr. Peter A. Kaemmerer
2008: Gerhard Widder, Oberbürgermeister a.D.
2006: Karlheinz Lochbühler
2004: Rudolf Günther
2002: Pia und Dr. Mushin Müller, Dr. Jörg Schadt
2001: "Bilfinger und Berger" und Walter Hofmann
2000: Niels Gormsen und Andreas Plattner
1999: Heinrich Vetter und Werner Abele
1998: Hans Peter Vieider

Goldene Ehrennadel

Für seine hohen Verdienste wurde dem langjährigen Vorsitzenden des MAB (1990-2016) Dipl.-Ing. Peter Plachetka als einmalige Auszeichnung die Goldene Ehrennadel anlässlich der Eröffnung des MARCHIVUM am 17. März 2018 verliehen.

Silberne Ehrennadel 

Für langjährige treue Mitarbeit und Zuwendungen besonderer Art vergibt das MAB die Silberne Ehrennadel.
Träger dieser Auszeichnung sind:
2007: Dr. Ulrich Nieß und Dr. Andreas Schenk
2006: Gerhard Widder, Oberbürgermeister a.D.
2005: Dr. Monika Ryll und Wolfgang Bielmeier