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Philipp Geis

geboren am
Verfolgung
Kommunist

1940 im KZ Buchenwald ermordet

Kachelbild
Text

Der Schiffer und Heizer Philipp Geis wurde am 6. Februar 1899 in Niederlahnstein geboren. 1922 trat er in die KPD ein, für die er von 1925 bis 1927 im Stadtrat von Niederlahnstein saß. Zeitweise war er als Kurier bei einem kommunistischen Verlags angestellt und betätigte sich in der Revolutionären Gewerkschafts-Opposition (RGO). Im Mai 1931 zog Philipp Geis mit Ehefrau und Tochter nach Mannheim, wo er nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten und der ersten Verhaftungswelle gegen politische Gegner des NS-Regimes ab Mai 1933 als Organisationsleiter der illegalen KPD-Bezirksleitung Baden-Pfalz fungierte. Im Juli wurde er verhaftet und zunächst im Gefängnis Ludwigshafen, anschließend im Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Nach seiner Haftentlassung Ende September 1934 kehrte er nach Mannheim zurück und setzte vermutlich seine Betätigung im klandestinen Widerstand fort. Im August 1936 wurde er erneut verhaftet und 1937 in Stuttgart wegen Hochverrats zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe in Papenburg/Ems wurde er direkt in das Konzentrationslager Buchenwald gebracht, wo er sich der illegalen Lagerorganisation der KPD anschloss. Philipp Geis wurde am 13. Januar 1940 im KZ Buchenwald ermordet.

 

Der Stolperstein wurde 2013 verlegt.

 

Text: Marco Brenneisen (MARCHIVUM), Oktober 2020
Adresse

G 4, 19 (Innenstadt)
68159 Mannheim
Deutschland

Geolocation
49.490743618587, 8.4644135