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Richard Stern

geboren am
Verfolgung

Jüdischer Kaufmann

1942 ermordet in Auschwitz

Kachelbild
Text

Der jüdische Kaufmann Otto Richard Stern wurde 1879 in Mülheim (1914 nach Köln eingemeindet) geboren. Nach der Mittleren Reife absolvierte er eine kaufmännische Lehre in der elterlichen Futtermittel- und Getreidehandlung in Mülheim, anschließend war er als Volontär in Amsterdam und Marseille tätig, bevor er in die Firma des Vaters zurückkehrte.

1909 heiratete er die aus Eger (heute Cheb, Tschechien) stammende Adele Zuckermann, mit der er zwei Töchter bekam: Renate Marianne (geb. 1910) und Eva Susanne (geb. 1913). Im Juli 1914 zog die Familie nach Mannheim um. Während des Ersten Weltkriegs lebte sie zeitweise in Berlin-Charlottenburg sowie in Köln, kehrte jedoch zu Beginn des Jahres 1919 nach Mannheim zurück, wo Richard Stern nun eine eigene Getreide- und Futtermittelagentur betrieb. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten war die Familie den zunehmenden antijüdischen Repressalien ausgesetzt; Richard Stern musste sein Geschäft 1936 aufgeben. Die beiden Töchter flüchteten im folgenden Jahr nach Palästina bzw. England. Richard und Adele Stern wurden am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert. Im März 1943 wurden sie in das Lager Récébédou überstellt, wo Adele Stern am 8. Juni im Alter von 47 Jahren starb. Richard Stern wurde im August 1942 über das Durchgangslager Drancy nach Auschwitz deportiert. Er wurde zum 31.08.1942 für tot erklärt.

Die Stolpersteine zum Gedenken an Richard und Adele Stern wurden 2015 verlegt.

[Die Angaben auf dem Stolperstein sind fehlerhaft. Eine Korrektur ist geplant]

Text: Marco Brenneisen (MARCHIVUM), Oktober 2020
Adresse

Böcklinstr. 86 (Neuostheim)
68163 Mannheim
Deutschland

Geolocation
49.47913001858, 8.51549835