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Gertrud Wolf

geborene
Rogozinski
geboren am
Verfolgung

1942 in Auschwitz ermordet

Kachelbild
Text

Gertrud Wolf kam am 6. April 1884 im damals preußischen Inowrazlaw/Hohensalza (heute Inowroclaw, Polen) als Gertrud Rogozinski zur Welt. Ihre Eltern waren der Kaufmann Max Rogozinski und seine Ehefrau Bertha geborene Spiro.

1913 zog Gertrud mit ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Ernestine und dem sechs Jahre jüngeren Bruder Simon von Hohensalza/Inowroclaw nach Mannheim, wo der älteste Bruder, Michael (Jg. 1880) bereits seit 1906 lebte. Bis 1920 lebten Gertrud und Ernestine zusammen in der Mannheimer Innenstadt (G 7, 13, G 5, 17, H 2, 6/7, U 2, 8). Im Januar 1921 heiratete Gertrud Rogozinski den Bäcker Karl Wolf (Jg. 1881) und meldete sich nach Barchfeld (Thüringen) ab. Die gemeinsame Tochter Berta Else kam 1923 zur Welt. Gertrud Wolf war in Eisenach als Agentin für die Volksfürsorge-Versicherung Hamburg tätig und gab Privatunterricht in Englisch und Französisch.

Im April 1939 zogen Karl und Gertrud Wolf zurück nach Mannheim, wo sie ab September in G 7, 5 wohnten.

Am 22. Oktober 1940 wurde das Ehepaar Wolf nach Gurs deportiert und im März 1941 in das Lager Rivesaltes verlegt, wo Karl Wolf am 7. Januar 1942 starb. Gertruds Schwager Theodor Dreyfuss starb wenige Wochen später ebenfalls in Rivesaltes.

Gertrud Wolf wurde am 14. August 1942 zusammen mit ihrer Schwester Ernestine über das Durchgangslager Drancy nach Auschwitz deportiert und ermordet.

 

Die Stolpersteine zum Gedenken an Gertrud und Karl Wolf wurden 2013 verlegt.

 

Text: Marco Brenneisen (MARCHIVUM), Oktober 2020
Adresse

G 7, 5 (Innenstadt)
68159 Mannheim
Deutschland

Geolocation
49.491710003089, 8.4630554306885