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Henriette Reiss

geborene
Klopfer
geschiedene
Levy/Cramer
geboren am
Verfolgung

Als Jüdin verfolgt

1942 in Auschwitz ermordet

Kachelbild
Text

Henriette „Hertha“ Reiss wurde 1884 als einziges Kind des Kaufmanns Julius Klopfer (1856-1919) und dessen Ehefrau Amalie geb. Pappenheim (1863-1939) in Mannheim geboren. Die Familie lebte bis 1901 in L 12, 2, bevor sie in die Tullastr. 16 umzog.

1907 heiratete Henriette Klopfer den Kaufmann Ernst Levy; im folgenden Jahr kam der gemeinsame Sohn Hans zur Welt.

1920 änderte die Familie ihren Namen von Levy in Cramer. Die Ehe wurde 1919 geschieden. Wenige Monate später heiratete Henriette den Druckereibesitzer Ludwig Reiss, mit dem sie 1922 eine Tochter, Renate Friederike Helene, bekam.

Im August 1939 gelang es Ludwig und Henriette Reiss, ihrer damals 17-jährigen Tochter Renate die Ausreise nach England zu ermöglichen, wo sie zunächst als Kindermädchen, später als Kindermädchen arbeitete, bevor sie nach Kriegsende in die USA emigrierte. Dem Ehepaar selbst gelang es dagegen nicht, vor der Massendeportation der badischen, pfälzischen und saarländischen Juden ins Ausland zu flüchten.

Ludwig und Henriette Reiss wurden am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert. Von dort wurde Henriette „Hertha“ Reiss im September 1942 nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Der Stolperstein zum Gedenken an Henriette Reiss wurde 2015 verlegt.

 

Text: Marco Brenneisen (MARCHIVUM), Oktober 2020
Adresse

Sophienstr. 20 (Oststadt)
68165 Mannheim
Deutschland

Geolocation
49.482252698234, 8.4830270825408